2026-07-21 · HSOS Industrial Services

Stevenrohr spindeln im Trockendock – Präzisionseinsatz an Bord

HSOS Deutschland und HSOS Belgien haben gemeinsam ein Stevenrohr an einem Schiff im Trockendock einer deutschen Werft gespindelt – inklusive Flanschflächenbearbeitung und eigenem Laservermessungs-Setup in 2,5 Schichten.

Ausgangslage

Ein Schiff lag kurzfristig im Trockendock einer deutschen Werft. Das Stevenrohr – die zentrale Lagerungsbaugruppe für die Propellerwelle – wies Verschleiß auf und musste vor der nächsten Einsatzperiode instandgesetzt werden. Enge Terminvorgaben der Werft erforderten einen sofortigen, koordinierten Einsatz.

Herausforderung

Das Stevenrohr erstreckte sich über eine Gesamtlänge von 4.500 mm mit unterschiedlichen Durchmessern an den beiden Lagerstellen. Die vorab gemessene Fluchtabweichung betrug 3 mm – ein Wert, der für einen störungsfreien Betrieb der Wellenanlage zwingend auf Toleranz gebracht werden musste. Zusätzlich waren die Flanschflächen beidseitig zu bearbeiten, um eine dichte und planparallele Anlage der angrenzenden Bauteile sicherzustellen.

Vorgehensweise

Vor Beginn der spanenden Bearbeitung hat HSOS die Ist-Geometrie per Laser selbst eingemessen. Diese eigenständige Messtechnik ist fester Bestandteil unseres Prozesses: Sie liefert unabhängige Ausgangsdaten, definiert das Bearbeitungsmaß und ermöglicht die abschließende Qualitätssicherung ohne Abhängigkeit von Drittmessdiensten.

Die Bearbeitung umfasste:

  • Spindeln der Lagerbohrungen beider Lagerstellen auf unterschiedliche Nenndurchmesser
  • Plandrehen der Flanschflächen links und rechts des Stevenrohres
  • Kontinuierliche Fluchtungskontrolle während der Bearbeitung
  • Abschluss-Laservermessung zur Dokumentation der erreichten Toleranzen

Teamaufstellung

Der Einsatz wurde gemeinsam von HSOS Belgien und HSOS Deutschland durchgeführt. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb der HSOS-Gruppe ermöglicht es, Kapazitäten und Spezialisten kurzfristig zu bündeln – ein entscheidender Vorteil bei ungeplanten Werftliegezeiten.

Ergebnis

Innerhalb von 2,5 Schichten wurden Stevenrohr-Bohrungen und Flanschflächen auf Maß bearbeitet, die Fluchtabweichung auf den geforderten Toleranzbereich reduziert und das Schiff termingerecht für die Wiederinbetriebnahme freigegeben. Alle Messprotokolle wurden direkt auf der Werft übergeben.

Fazit

Dieser Einsatz zeigt exemplarisch, wie HSOS Kurzfristigkeit, Eigenmesstechnik und standortübergreifende Teamkoordination kombiniert – um auch unter Zeitdruck reproduzierbare Bearbeitungsqualität an sicherheitsrelevanten Schiffsbauteilen zu liefern.

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